Application Performance Management (APM)

Definition von Application Performance Management (APM) Boris Shiklo
21. Mai 2021 |  663  0
Boris Shiklo

Das Application Performance Management (kurz APM) ermöglicht es Unternehmen, Merkmale von Anwendungen wie Performance und Verfügbarkeit kontinuierlich zu überwachen und zu kontrollieren. Dadurch können Performance-Probleme rechtzeitig erkannt und deren Ursachen lokalisiert werden, um relevante Maßnahmen für derer Beseitigung zu ergreifen. Durch die Analyse haben Unternehmen die Möglichkeit, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und Probleme zu verhindern, bevor sie überhaupt entstehen.

Das APM kommt vor allem in Unternehmen mit geschäftskritischen Anwendungen zum Einsatz, deren Ausfall schwerwiegende Folgen haben kann (z. B. Finanzanwendungen, E-Commerce-Lösungen, CMS). Das können Web- oder mobile Apps sowie Desktopanwendungen sein.

Der Markt bietet Unternehmen eine breite Palette an APM-Tools, die es ermöglichen, Performance-Probleme kritischer Anwendungen effektiver zu managen. Jedes Unternehmen sollte aber zunächst entscheiden, wie der gesamte APM-Prozess organisiert wird. So müssen einzelne Schritte wie Identifizierung von Problemen, Alarmierung und Behebung im Vorfeld klar definiert werden ebenso wie der Ansatz (oder vielleicht Kombination aus bestimmten Verfahren) zur Überwachung der Anwendungs-Performance.

Man unterscheidet mindestens 5 Monitoring-Ansätze:

  • Real User Monitoring (RUM), das auf der Überwachung von Nutzererlebnissen basiert;
  • Synthetisches Monitoring durch speziell erstellte Scripts;
  • Analyse von Protokolldaten, wodurch auch Ursachen der Performance-Probleme ermittelt werden können;
  • Monitoring einzelner Anwendungskomponenten;
  • Monitoring der Business-Transaktionen-Performance

Diese Entscheidungen bilden eine Grundlage für die Auswahl geeigneter APM-Tools, die unternehmensspezifische Anforderungen erfüllen können. Laut Gartner sollte eine APM-Lösung mindestens drei Dimensionen abdecken: Digital Experience Monitoring (DEM), Application Discovery, Tracing and Diagnostics (ADTD) und Artificial Intelligence for IT operations (AIOps).

Das Application Performance Management hilft dabei:

  • die Anzahl von Ausfallzeiten zu minimieren;
  • Kosten zu reduzieren, die durch Ausfälle/Störungen entstehen;
  • Zeit zu sparen, die für die Behebung von Ausfällen/Störungen erforderlich ist;
  • die Qualität der überwachten Anwendungen zu steigern;
  • die User Experience von Anwendungen zu verbessern.

All diese Faktoren haben einen direkten Einfluss auf den Geschäftserfolg. Das erklärt auch, warum das APM für Unternehmen heute zu einem Muss geworden ist.