Connected TV (CTV)

Marius Rausch
12. Oktober 2020 |  110  0
Marius Rausch

Connected TV oder CTV bezeichnet ein Fernsehgerät, das über ein internes Gerät (z.B. Smart TV) oder ein externes Gerät (z.B. Apple TV, Amazon Fire TV oder eine Spielkonsole) mit dem Internet verbunden ist. Über diese angeschlossenen Geräte greifen die Nutzer auf Inhalte zu und nicht über herkömmliches Kabelabonnements oder lineares Fernsehen.

Connected TV (CTV) sind Fernsehgeräte, die mit dem Internet verbunden sind. Bereits 2019 verfügten 56 Prozent der deutschen Haushalte über Connected TVs. Der Anschluss an das Internet kann entweder direkt vom Gerät aus erfolgen oder über Hardware, die an den Fernseher angeschlossen ist, zum Beispiel Apple TV, Telekom Media Receiver oder Vodafone GigaTV.  CTVs können weiterhin lineares Fernsehen empfangen, bieten aber auch Apps an, die denen auf Smartphones oder Tablets ähnlich sind, wie Netflix, Amazon Prime oder Zattoo. Diese stellen eine einfache Alternative zum linearen Fernsehen dar.

Die steigende Zahl von CTVs eröffnet der Werbeindustrie völlig neue Möglichkeiten bei der Verbraucheransprache. Dabei können neben Werbeclips auch andere Werbeformate eingeblendet werden. Wie Bannerwerbung (ähnlich zu Webseiten) als Rahmen um das laufende Programm oder native Formate innerhalb von Apps.  Aufgrund der Internetanbindung sowie der Kennzeichnung der CTVs ist die Werbeausspielung auf den einzelnen Geräten zielgruppenspezifisch möglich. Zum Beispiel abhängig von soziodemographischen Daten, der Region, dem Wetter oder Interessen. Es ist daher möglich, reichweitenstarke TV-Spots durch gezielte Werbemittel auf den jeweiligen Fernsehgeräten zu ergänzen. Künftig wird Fernsehwerbung nicht mehr für alle Empfänger in gleicher Weise ausgespielt, sondern datenbasiert und auf Zielgruppen zugeschnitten. Dadurch werden die Streuverluste der klassischen Fernsehwerbung deutlich reduziert.