Consent Management Provider (CMP)

Definition von Consent Management Provider (CMP) Volker Helm
14. Juni 2018 |  758  1
Volker Helm

Ein Consent Management Provider, kurz CMP, ist eine technologische Plattform, die es einem Websitebetreiber ermöglicht, die Zustimmung für das Nutzen von Cookies abzufragen, zu dokumentieren und zu verwalten.

Seit dem Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordung (DSGVO) müssen Internetnutzer aus der EU über das Setzen von Cookies und andere Tracking-Methoden informiert und aufgeklärt werden. Dabei muss leicht verständlich kommuniziert werden, welche Daten erhoben und wie sie verarbeitet werden (z.B. über ein Analytics-Tool oder Social Media-Widget). Hierfür muss der Nutzer explizit seine Zustimmung erteilen und es muss ihm die Möglichkeit gegeben werden, diese Zustimmung zu verweigern sowie seine einmal getätigten Einstellungen jederzeit einfach verändern zu können.

Da Cookies ein zentraler Bestandteil des Internet sind und zahlreiche Technologie-Dienstleister unter anderem am Ausspielen digitaler Werbung beteiligt sind, hat der Branchenverband IAB Europe in Zusammenarbeit mit führenden Medienhäusern, Werbetreibenden und Technologieanbietern einen Branchenstandard entwickelt, um die Einwilligung von Verbrauchern zu erhalten, zu verwalten und zu übertragen – das sogenannte Transparency and Consent Framework.

Dieses Rahmenwerk bildet die Grundlage für viele CMPs, die entstanden sind. Besucht ein Nutzer eine Website, holt die CMP in Form eines Pop-up-Fensters die Zustimmung des Nutzers ein, seine Daten erfassen, speichern und verarbeiten zu dürfen. Einzelnen Verarbeitungszwecken und Dienstleistern kann darin zugestimmt oder widersprochen werden. Eine CMP ist speziell auf die Anforderungen der Digital- und Onlinebranche zugeschnitten und stellt daher keine allumfassende Lösung dar, um konform mit der DSGVO zu sein. Hier gilt es für Unternehmen, weitere Maßnahmen zu treffen – beispielsweise für das Erheben und Verarbeiten von Personaldaten in Unternehmen.