Datadriven Marketing

Definition von Datadriven Marketing Dirk Radetzki
8. Juli 2015 |  4301  0
Dirk Radetzki

Eine der größten Auswirkungen der digitalen Transformation ist die Tatsache, dass jederzeit überall Informationen zurückgelassen, gesammelt und genutzt werden. Wissen wird damit zur wichtigsten Währung für das Marketing im digitalen Zeitalter.

Wichtiger Bestandteil ist die Datenanalyse. Sie macht es möglich, Muster in den Daten zu erkennen, beispielsweise im Surfverhalten einer Person. Darauf aufbauend helfen Datenmodelle und Algorithmen dabei, künftige Ereignisse vorherzusagen. Diese Analysen sind die sogenannten Predictive Analytics. Ausfallvorhersagen bei Maschinen oder das Kaufverhalten von Konsumenten – das und vieles mehr sind mögliche Anwendungsfelder. Datenanalysen sind damit der entscheidende Vorteil im Wettbewerb um den Kunden – denn wer den Verbraucher versteht, verkauft.

Marketingverantwortliche sind sich dessen bewusst, dass die strukturierte Sammlung, Auswertung und Interpretation von Daten wesentlich für den erfolgreichen Kundendialog ist. Das bestätigt auch die von Teradata durchgeführte Data Driven Marketing Survey 2015. Bleibt nur die Frage: Wo fange ich beim Datenpuzzle an? Denn der Weg zum Datadriven Marketing ist weder schnell noch einfach.

Wie bei einer ärztlichen Diagnose müssen externe Symptome, wie verändertes Konsumentenverhalten, mit der „fachlichen Beurteilung des Symptoms“, z.B. durch die Analyse von Standard-KPIs der Kundendaten, als auch mit „weichen Daten“, wie Interessen und Erwartungen, innerhalb des Unternehmens zusammengeführt werden.
Die Big-Data-Maschine läuft dabei nur, wenn sie Treibstoff aus zwei Quellen erhält: Externe Daten, an denen sich reales Konsumentenverhalten ablesen lässt, und interne Messgrößen, die allgemeine Unternehmensziele operativ umsetzbar machen. Erst dann ist der Schritt zu einer Automatisierung von Abläufen, der Vorhersehbarkeit von Verhalten und damit zu einem high-performance Marketing möglich.

Big Data ist eine Haltungsfrage

Wer über datenbasiertes Marketing diskutieren will, muss zunächst drei Rahmenbedingungen akzeptieren: Der Kunde steht als relevanter Gesprächspartner im Mittelpunkt, alle Geschäftsprozesse sind konsequent auf den Kunden ausgerichtet und der Kunde und dessen Verhalten werden in Entscheidungsprozesse einbezogen. Je nach Branche werden Kunden häufig noch als unwissende Abnehmer von genialen Produkten und Dienstleistungen klassifiziert. Aber heute ist immer öfter der Kunde der gut informierte und autarke Experte und fordert von Unternehmen eine auf seine Bedürfnisse fokussierte Kommunikation.

Datadriven Marketing- Teradata

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