DSP – Demand Side Platform

Definition von DSP – Demand Side Platform Markus Berg
19. Juni 2015 |  4494  1
Markus Berg

Demand Side Plattformen (DSPs) sind Bestandteil des automatisierten Handels im Online-Marketing, sie bedienen die Nachfrageseite und agieren als Dienstleister für Advertiser und Agenturen.

Als Gegenstück zu den Sell Side Plattformen (SSPs), die den Verkauf von Werbeplätzen abwickeln, helfen Demand Side Plattformen Werbetreibenden den richtigen Werbeplatz für ihre Zielgruppe zu vorher festgelegten Preisen zu finden, indem sie als zentrale Plattform den effizienten Einkauf von Werbeinventar über verschiedene Angebots-Kanäle (Ad Networks, Ad Exchanges und SSPs) ermöglichen. Ihre Effizienz wird anhand des Einkaufspreises und vorab festgelegter Erfolgsmetriken (z.B. Klick, Sale, Lead) gemessen.

Neben der technischen Anbindung an die Angebots-Kanäle besteht eine der Hauptaufgaben der DSP darin, fortlaufend mehrere Milliarden potenzieller Werbe-Einblendungen innerhalb von Millisekunden zu prüfen und zu bewerten. Um eine maximale Kampagneneffizienz zu erzielen, werden dabei gleichzeitig Algorithmen basierend auf den Biet-Regeln und -Strategien eingesetzt. Durch das Einbinden von Drittanbieter-Daten (Third Party Data) können die von der Sell Side angebotenen Nutzerprofile zusätzlich bewertet und der angebotene Werbeplatz noch besser beurteilt werden.

Die meisten DSPs sehen sich als rein technologischer Dienstleister und bieten ihre Dienstleistung als sogenannte Self Service DSP an, d.h. als Plattform, die gegen eine Lizenz oder Servicegebühr von Advertisern und Agenturen eigenständig genutzt werden kann.