Native Video Advertising

Definition von Native Video Advertising Björn Radau
1. Juni 2016 |  3126  0
Björn Radau

Native Video Advertising (zu Deutsch natürliche/native Videowerbung) gehört zur Gattung der nativen Werbeformate (Native Advertising) und ist eine Form der Bewegtbild-Werbung. Die Bezeichnung steht für Videoanzeigen, die sichtbar und interaktiv im redaktionellen Teil von Webseiten eingebunden und sowohl inhaltlich als auch optisch daran angepasst sind.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, dass der User den Werbefilm als solchen erkennt und sich nicht von ihm gestört fühlt, sondern selbst entscheidet, ob er ihn sich ansieht oder nicht. Mit der Einführung von Native Video, auch Outstream genannt, sollen zwei große Probleme innerhalb der Bewegtbild-Werbung gelöst werden: Der Mangel an geeignetem Video-Inventar für Branding-Kampagnen sowie das Anpassen des Formats an die Bedürfnisse der User.

Bei nativer Video-Werbung wird der Werbefilm direkt im redaktionellen Text platziert, statt wie bei Videoplattformen vor einem anderen Video (PreRoll). Der Publisher muss weder eigene Videos produzieren oder teuer einkaufen, noch ist er auf weniger wertigen User Generated Content angewiesen, um Videoanzeigen davor schalten zu können. Werbungtreibende haben durch Native Video Zugang zu nahezu unendlichen Platzierungsoptionen und großen Reichweiten für ihre Premium-Video-Ads. Durch das Anpassen der Native Videos an den redaktionellen Teil der Webseite werden dem User nur Videos angezeigt, die zu seinen Interessen passen. Zudem behält der User die Kontrolle darüber, welche Videowerbung er sehen möchte. Er kann im Idealfall jederzeit das Video anhalten oder überspringen.

Kreation und Umfelder stehen im Mittelpunkt

Da Werbung und Inhalt zueinander passen müssen, spielen die Kreation des Videos und die Umfelder, in dem es platziert wird, bei nativer Video-Werbung eine entscheidende Rolle. Für werbetreibende Marken, die vor allem Branding-Kampagnen über Native Advertising ausspielen, empfehlen sich vor allem Premium-Umfelder, deren Zielgruppen sich auch tatsächlich für die angezeigten Produkte interessieren. Anders als in der TV-Werbung, müssen die nativen Video-Formate schneller die Aufmerksamkeit der User auf sich ziehen. Daher sollte die Kreation an das Endgerät angepasst sein.