Produktlogiken

Definition von Produktlogiken Felix Schirl
13. Februar 2019 |  533  0
Felix Schirl

Recommendations bzw. individuelle Produktempfehlungen dienen dem Zweck, den Nutzern Produktalternativen aufzuzeigen oder Kaufanreize zu bieten. Um diese Empfehlungen passgenau ausspielen zu können, müssen in der Recommendation Engine genaue Produktlogiken hinterlegt werden. Diese helfen Webshops dabei, jedem Kunden die passenden Empfehlungen auszusprechen. Hiermit soll das Einkaufserlebnis für die Nutzer verbessert und die Umsätze für Webshops gesteigert werden.

Je nach Anforderungen und Sortiment gibt es verschiedene Arten von Produktlogiken, auf deren Basis die Empfehlungen ausgespielt werden. Hierzu zählen zum Beispiel:

  1. Topseller: Liegt diese Produktlogik hinter der Ausspielung, werden dem potentiellen Kunden die meistverkauften Produkte angezeigt. Für eine Optimierung des Ergebnisses können die Topseller auf die Kategorie, in welcher sie ausgespielt werden, gefiltert werden. Der Zeitraum für die Berechnung der Topseller sollte aufgrund unterschiedlich großer Produktvielfalt und Kauffrequenz frei wählbar sein.
  2. Empfohlene Produkte: Diese Logik wählt Produkte nach einem ausgefeilten Algorithmus aus, der sich auf das Surfverhalten des Users auf Basis seiner statistischen Zwillinge bezieht und bezieht zusätzlich Abverkäufe der jeweiligen Produkte mit ein. Recommendation Engines legen dabei jeweils eigens entwickelte Algorithmen zugrunde, die je nach Anbieter unterschiedliche Datenpunkte verwenden, um die besten Empfehlungen zu berechnen.
  3. Zuletzt gesehene Produkte: Anhand der Logik werden dem Nutzer die Produkte angezeigt, die er sich zuletzt angesehen hat.
  4. Produkte im Warenkorb: Um Nutzer an einen „vergessenen“ Warenkorb zu erinnern, wird diese Logik häufig eingesetzt. Dies bietet sich vor allem beim Re-Entry eines Nutzers auf die Website an.
  5. Feste Produktvorschläge: Hierbei werden spezifische Produkt-IDs einem bestimmten Produkt zugeordnet und als Empfehlung angezeigt. Dies dient vor allem der Warenkorberhöhung – indem zum Beispiel Zubehörartikel zu einem Kleiderschrank angezeigt werden.
  6. Manuelle Produktauswahl: Sind noch nicht genug Daten vorhanden, um zuletzt gesehene Produkte oder empfohlene Produkte anzuzeigen, kann auch eine Liste einzelner Produkte manuell als Empfehlungen zugeordnet werden.

Darüber hinaus können die Produktlogiken um weitere Regeln ergänzt werden – zum Beispiel um günstige Artikel (Preis kleiner als XY€) als Mitnahmeprodukte auszuspielen.

Richtig eingestellt und mit den entsprechenden Ausspielungsregeln verknüpft, ermöglichen die Produktlogiken passgenaue Empfehlungen für die Nutzer.