Third Party Data

Definition von Third Party Data Hendrik Seifert
23. Oktober 2015 |  5174  0
Hendrik Seifert

Third Party Data sind Daten, die Werbungtreibende von Dritten als Marketingfilter erwerben können. Hierzu zählen Informationen zum Surf-Verhalten im Web allgemein, Anfragen bei Suchmaschinen, E-Mail-Marketing, Social Media, Marktforschung oder auch Daten aus CRM-Systemen dieser Drittparteien.

Davon abzugrenzen sind Second Party Data: Daten, die im Rahmen von Kampagnenauslieferungen erhoben und in der Regel von Mediaagenturen bereitgestellt werden.
Drittdaten sind sinnvoll für Werbungtreibende, die nicht alle Vertriebswege selbst besitzen, oder neue Nutzergruppen für sich erschließen wollen. Mögliche Anwendungsszenarien sind die Neukundengewinnung sowie das Cross- oder Upselling an Kunden von Partner- oder Komplementärprodukten.

Dabei gilt für den Datenkauf: Herkunft und Qualität der Daten können variieren. Besonders bei der Auswahl von Profildaten mit vermeintlichem Kaufinteresse ist auf die Herkunft der Daten zu achten, die auf Datenmarktplätzen jedoch selten offengelegt wird.

Eine hochwertige Datenquelle für Userprofildaten mit spezifischen Kaufinteressenten sind Online-Shops. Diese machen ihre Daten jedoch selten über Datenmarktplätze verfügbar. Solche Daten, die für Werbungtreibende ein Targeting auf aktuelle Kaufinteressen ermöglichen statt auf Umfelder, werden über spezialisierte Dienstleister oder von großen Online-Händlern selbst vermarktet. Vermarkter für diese Userprofildaten ermöglichen dem Advertiser, die Profildaten-Provider selbst zu wählen und legen damit die Datenquelle offen. Meist ist die Nutzung an bestimmte Bedingungen geknüpft, für deren Einhaltung der Dienstleister sorgt.

Data-Management-Anbieter aggregieren Daten von zahlreichen Quellen und nutzen sie, um Zielgruppen beispielsweise nach demografischen Daten oder auch Interessen zu segmentieren. Wer demografische Daten wie Alter, Wohnort oder Geschlecht als Targetingfilter nutzen möchte, hat über Real-Time-Advertising eine einfache Möglichkeit dazu. Dort werden Drittdaten, für deren Angebot zahlreiche Datenaggregatoren bzw. Data-Management-Plattformen sorgen, als Targetingfilter einer Kampagne zugefügt.
Auch im Bereich Social-Media-Advertising stehen Drittdaten aus den unterschiedlichen Social Networks bereit. Eine Bewerbung anhand demographischer Daten, sozialer Rollen (z.B. Eltern oder Führungskräfte) sowie anhand von Interessen ist möglich. Darüber hinaus lassen sich die Daten in Verknüpfung mit First Party Data eines Werbenden für Lookalike Audiences nutzen. Auch SEA-Kampagnen basieren auf Drittdaten.